In Sachen Open Innovation/Crowdsourcing Plattformen hat sich in letzten Monaten einiges getan:
Fellowforce - Projekt-Crowdsourcing
Letzten Monat startete fellowforce.com. Eine holländische Plattform auf der Firmen ähnlich wie bei Innocentive Awards auf Problemlösungen ausstellen können, und anschließend nur noch warten müssen bis Professionals und/oder LeadUser ihre Vorschläge einreichen.
Der Award muss mindestens 250 Euro betragen, kann aber auch in Sachpreisen ausgeschüttet werden. Im Gegensatz zu Innnocentive handelt es sich bei den veröffentlichten Challenges meist um Marketingthemen oder ähnliches, also weniger um technische Probleme. Dementsprechend ist das Branding als Open Innovation Plattform etwas irreführend - es geht in erster Linie um projektbasiertes Crowdsourcing. Aus unserer Sicht ist dies der weitgreifendere und skalierbarere Ansatz, insofern sollte fellowforce vielleicht noch einmal darüber nachdenken was sie eigentlich anbieten.
Nette Information am Rande - die Gründer der Plattform haben selbst eine challenge online gestellt: der User mit der besten Idee für eine fellowforce Tagline - erhält ein Prozent der felloowforce-Anteile.
Mehr zu fellowforce auf dem best-practice-business-blog und bei opneninnovators.net - einen taufrischen Open Innovation-Blog.
Cambrian House - crowdsourcing community
Mit Cambrian House hat man es weiß Gott nicht leicht. Es handelt sich um den in jeder Hinsicht fortschrittlichste Service, jedoch ist es so gut wie unmöglich die einzelnen Prozesse im Detail zu verstehen und den Output zu bewerten. Die Ideen sind spitze jedoch hapert es schlicht und einfach an der zu verspielten Umsetzung.
Auf Cambrian House bekommen registrierte Mitglieder die Chance der Community ihre Geschäfts- und Produktideen vorzustellen, diese auf ihr Potential bewerten zu lassen und bei Nachfrage unter Umständen auch gleich wieder zu verkaufen. Anschließend ist es möglich sich bei der Umsetzung durch geleistete Arbeit zu beteiligen und/oder selbst in die Idee zu investieren – Leider sind die Konditionen, Sicherheiten usw. hierfür nicht deutlich dargestellt.
Am nähesten kommt diese Beschreibung aus dem Red Herring:
As an idea went commercial, Cambrian Hosue hit up different members - software engineers to build software, graphic designer to design pages, writers to contribute copy, and so on-to develop it. The idea`s originator, along with the developers then earned “roayality points” that translated into percentage of profits
Ein wenig klarer wird das Konzept, nach der Lektüre dieses recht ausführlichen Interviews.
Fakt ist aus der Community heraus sind bisher drei Projekte enstanden, die nach Angaben der Gründer schon über 60.000 Dollar erlösen konnten.
Ideawicket - der indische Vikinger
Indische Geschäft- und Produktsideen Platfform - eigentlich gleiches Prinzip wie Cambrian House nur scheinbar keine aktive Community. Auch hier mehr im best-practice-business-blog.
Sellaband – crowdfunded bands
Bereits ausgiebig in andere Blogs rezipiert, trotzdem eines der besten crowdsourcing Konzetpe und sogar aus Deutschland: Auf sellaband.com haben Musiker die Möglichkeit Ihre Arbeit der Community vorzustellen und Förderer zu gewinnen. Ein Förderer unterstützt den Musiker mit einem Betrag von mindestens 10 Dollar. Gelingt es einem Musiker 50.000 Dollar einzusammeln, produziert sellaband 50.000 Tonträger mit 6 Songs aufgenommen unter professionellen Bedingungen und sendet den Förderern je ein Exemplar zu. Des Weiteren stellt die Plattform die Infrastruktur für den Vertrieb der hergestellten Tonträger, Merchandise Produkten und zusätzlichen Songs im mp3-Format zur Verfügung. Die durch Werbung und Vertrieb generierten Gewinne werden an Musiker, den Produzenten und die Förderer in Höhe ihrer Einlage ausgeschüttet. Durch diesen Effekt werden für alle Beteiligten Anreize gesetzt die Arbeit des Musikers zu promoten.
Summa summarum starten die vom Ansatz viel versprechenden Projekte alle noch nicht wirklich durch. Meist verliert die community schnell das Interesse an den einzelnen eingestellten Projekten. Das mag auch daran liegen, dass es nicht ganz einfach ist, aus der Schwämme an vollkommen überflüssigen Ideen die Rosinen herauszupicken. Es bestehen aus unserer Sicht enorme Potentiale aber eben noch mindestens soviel an Entwicklungs- und Optimierungsbedarf.
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