Spreadshirt Marktplatz - Resell Your Own Label
Mit einer sehr interessanten Erweiterung seines ursprünglichen Geschäftsmodells wartet seit Kurzem Spreadshirt auf. Nicht nur haben die Leipziger einen ansprechenden Relaunch ihrer Website vorgenommen, ihren Slogan in “Your Own Label” geändert, sowie erneut durch eine Neuauflage ihres sehr erfolgreichen Open Logo Projects per Kundeneinbindung par excellance ein neues Logo maßschneidern lassen - seit Kurzem steht auch der Spreadshirt Marktplatz zur Verfügung, auf dem jeder User anderen seine selbstkreierten Motive oder Produkte anbieten kann. Das aus den Spreadshops bekannte Provisionssystem greift hierbei auch auf dem Marktplatz und ermöglicht jedem Verkäufer, seine Marge individuell festzulegen.
Wir hatten selbst vor einiger Zeit die Gelegenheit, mit den für den Marktplatz verantwortlichen Jungs der Business Unit Direct-To-Customer (D2C) in Leipzig bei Spreadshirt zu sprechen. Aus unserer Sicht ist gerade der Marktplatz vielleicht der in nächster Zeit interessanteste Geschäftsbereich für Spreadshirt, da das klassische Long-Tail-Geschäft, das Spreadshirt bereits über seine Spreadshops betreibt nochmals um einen entscheidenden Faktor ergänzt wird. So macht es erst der Marktplatz durch gesunkene Transaktionskosten aufseiten eines Designers möglich, ein bestimmtes Design online zu stellen, ohne hierfür erst selbst einen Shop einrichten zu müssen. Darüberhinaus ist der Designer in der Lage, durch den Marktplatz Netzwerkexternalitäten für seine Motive zu nutzen, da er seinen Shop nicht individuell bewerben muss, sondern vom Traffic auf der Spreadshirt-Website profitiert. Insofern werden überhaupt erst durch den Marktplatz für den einzelnen Designer signifikante Skalenerträge durch Verkauf seiner Produkte möglich. Er nutzt also dementsprechend die Schnittstellen und das Netzwerk von Spreadshirt, um Wertschöpfung in Netzwerken zu generieren und entspricht insofern haargenau unserem Modell eines Openeur.
Der entscheidende Aspekt für den Erfolg des Marktplatzes wird aus unserer Sicht deshalb die Herausforderung sein, die Rahmenbedingungen der Plattform so zu gestalten, dass dem einzelnen Designer genau dies ermöglicht wird und andererseits dafür zu sorgen, dass den potenziellen Käufern eine Bestellung der Produkte über den Marktplatz leicht möglich ist. Spreadshirt nimmt hierbei als Plattformbetreiber eine sehr interessante Brokerrolle ein und muss neben der prozessualen Abwicklung vor allem für das Funktionieren der Netzwerkeffekte Sorge tragen, wodurch sich letzten Endes im Marktplatz Skalenerträge und Long Tail verbinden.
Die entscheidende Innovation des Marktplatzes aus unserer Sicht ist jedoch vor allem, dass Spreadshirt es dadurch geschafft hat, das eigentliche, physische Produkt - das vielbeschworene Shirt - vom immateriellen Gut des Motivs zu trennen, dem Designer ein Recht auf die Produktion seines Motives einzuräumen und dieses Recht handelbar zu machen. Genau das wird eigentlich über den Marktplatz erreicht. Der Käufer ist erst durch den Marktplatz in der Lage, das Recht zu erwerben, ein von einem anderen User erstelltes Motiv in einer anderen Weise auf seinen eigenen Produkten einzusetzen, als dies ursprünglich vom Designer vorgesehen war - und das neue Produkt gegebenenfalls sogar weiterzuverkaufen - natürlich mit entsprechender Provision für sich selbst und den ursprünglichen Designer. Oder kurz gesagt: “Resell Your Own Label”! Wir sind der Meinung, dass dies in der Zukunft nicht nur für eine ungeheure Vielfalt an Motiven und Produkten auf der Plattform von Spreadshirt sorgen wird, sondern letztlich auch das weitere Wachstum von Spreadshirt als Creative Apparel Company zusätzlich zu unterstützen vermag.
Und um auch einen eigenen Beitrag zum Marktplatz zu leisten, haben wir selbst auch ein eigenes Motiv hinzugefügt, das wir im Sinne der Wertschöpfung in Netzwerken gerne jedem gegen eine geringe Provision zum Einsatz auf eigenen Produkten zur Verfügung stellen:

