Das Potenzial von Open Entrepreneurship
Man könnte unser Konzept von Open Entrepreneurship auch als einen Ansatz einschätzen in Richtung der Zukunft der Arbeit, die eine demokratisierte Wirtschaft ausbaut, in der jeder ein Entrepreneur werden und für temporäre Projekte rekrutiert werden kann (oder eher sich selbst rekrutiert), was zu sich permanent ändernden Konstellationen und Formen von Organisation führt. Trotz aller Versprechungen der so genannten digitalen Revolution sollte man nicht vergessen, dass eine Demokratie wie diese wahrscheinlich immer eine repräsentative Demokratie sein wird, die es nicht für jeden möglich macht, sich im selben Grad zu beteiligen. Das Modell ist deshalb hilfreich um das Verständnis der momentan stattfindenden Entwicklungen zu fördern, aber erfüllt nicht die Anforderungen, alle gesellschaftlichen Probleme lösen zu können, in dem Maße wie das Konzept nicht intendiert ist, dies zu erreichen.
Die Frage bleibt deshalb offen, ob dieser Ansatz selbst Teil einer weiteren organisationalen Mode ist oder ob er wirklich revolutionäres Potenzial enthält. Wahrscheinlich liegt die Antwort hierzu, wie die meisten Antworten auf schwierige Fragen, irgendwo dazwischen. Wie in jeder Oszillation wird etwas zurückbleiben, das möglicherweise sogar die Bewegung des organisationalen Pendels leicht in eine andere Richtung zu lenken vermag. Die Bedeutung dieses Ansatzes wie die jedes anderen, selbst wenn diese Charakterika von Moden enthalten sollten, liegt in der permanenten Herausforderung der Dynamik von Organisation. Insoweit kann die demokratisierende Wertschöpfung in Netzwerken ein Beitrag zum Kern von Entrepreneurship sein: der Zerstörung von Bestehendem, der Schaffung von Neuem – und dadurch der permanenten Neuerfindung der Organisation.
























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