Kundeneinbindung in die Distributionspolitik
Im Kontext der Kundeneinbindung ist von Interesse, wer die Rolle des Absatzhelfers übernimmt. Im klassischen Online-Handel kommt dem Kunden im wesentlichen die Rolle zu, ein Produkt auszuwählen, zu bestellen und zu bezahlen. Der Händler organisiert in diesem Modell alle Phasen der Distribution und bietet seine Produkte zentral an einem Ort an.
Ein wenig weiter gehen Modelle, die dem Kunden die Möglichkeit geben, Artikel aus dem Produktkatalog auszuwählen und diese in einen kundenneigenen Shop zu integrieren. Hier bestimmt der Shop-Betreiber, an welchen Orten er seine Produkte dezentral vom eigentlichen Anbieter bewirbt und anbietet. Die Infrastruktur und Abwicklung der Distribution übernimmt auch in dieser Variante der Händler.
Plattformen wie eBay sehen sich hingegen als Intermediär oder Treuhändler, die die Abwick-lung eines Geschäfts mit den erforderlichen Mechanismen absichern bzw. erst ermöglichen, die eigentliche Distribution jedoch dem Kunden überlassen. eBay übernimmt in diesem Fall die Rolle des Absatzhelfers für den Kunden, bietet Suchfunktionen, risikoreduzierende Vorkehrungen und eine zentrale Plattform an. Für die Nutzung der Plattform und der Ressourcen wird eine Provision vom Verkäufer verlangt.
Zudem stellt eBay den Nutzern die Möglichkeit zur Erstellung von Shops zur Verfügung, die diese beliebig in andere Webseiten und Applikationen einbinden können. Mit dieser Strategie war eBay seiner Zeit weit voraus und hat im Prinzip zu Zeiten von Web 1.0 schon Web 2.0 Leistungen angeboten (siehe Abbildung).
























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