Kundeneinbindung in die Kommunikationspolitik - Affiliate Marketing

Feste Provisionen können für die verschiedensten Leistungen vereinbart werden. Populäre Ausgestaltungen im Internetbereich sind unter anderem Zahlungen für Websitebesucher, Klicks auf Werbebanner oder kaufwirksame Empfehlungen sowie Kombinationen dieser Möglichkeiten.

Grundsätzlich handelt es sich bei dieser Form der Zusammenarbeit um ein „pay for performance“-Modell, welches zur Folge hat, dass es nur unter Erbringung einer vereinbarten Leistung zur Zahlung kommt. Man spricht in diesem Zusammenhang von Affiliate-Programmen (Affiliate=Partner), da nicht eigene, sondern Produkte von Partnern beworben werden.

Die Grenzen dieser Differenzierung werden mit der zunehmenden Bedeutung der elektronischen Kundenbeiträge (User-generated-Content) immer fließender, da bei einer partnerschaftlichen Wertschöpfung durch bspw. Customizing nur äußerst schwer zu definieren ist, ob für ein Fremd- oder Eigenprodukt geworben wird. Bei Plattformen wie Edelight.de oder Amazon sind diese Grenzen klar zu ziehen. Diese schütten für eine erfolgreiche Kaufempfehlung eine feste Provision an den Empfehlenden aus. Amazon bietet hierfür ein Affiliate-Programm an, welchem es dem Partner erlaubt, seine Empfehlung auf einer Internetseite seiner Wahl zu implementieren und bei Kauf durch einen Dritten zu profitieren. Insbesondere durch die steigende Zahl von Bloggern gewinnen diese Programme zunehmend an Bedeutung. Zur präziseren Definition von Affiliate-Programmen wird auf Ausführungen des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) zurückgegriffen:

„Affiliate-Netzwerke (Umsatzzuwachs 2006: +48 %) bieten den Werbekunden die Möglichkeit, ihre Werbung auf sehr vielen, oft hunderten, dafür aber weniger reichweitenstarken Web-Angeboten (den sog. Affiliates) zu schalten. Bei dieser derzeit auch oft unter dem Stichwort Long-Tail-Marketing diskutierten Online-Werbeform wird fast ausschließlich auf Basis der erfolgten Klicks auf das Werbemittel oder auf Basis der durch die Online-Werbung erzielten (und technisch zuordenbaren) Kaufabschlüsse abgerechnet.“ (www.bvdw.org)

Der Vorteil dieser Methodik liegt darin, dass der Partner aus eigenem Interesse heraus für ein Produkt wirbt. Da dieser selbst an dem Zustandekommen eines Kaufvertrages interessiert ist, ist der Anreiz vorhanden, ein Produkt aktiv zu bewerben. Auf diesem Weg lassen sich kostengünstig Fürsprecher finden, die erst bei Leistung bezahlt werden. Die Betreiber von Suchmaschinen-Marketing und Partnerprogrammen konnten sich im vergangenen Jahr über ein starkes Wachstum freuen und setzten 2006 allein in Deutschland insgesamt über eine Milliarde Euro um. (FAZ, 29.01.2007)

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