Der Einzelne und die Vielen
Das Internet verändert die Gesellschaft, in dem Maße, wie die Gesellschaft das Internet verändert. In dieser sich selbst reflektierenden Verbindung, Benkler’s Ansatz einer Commons Based Peer Production eröffnet dabei eine neue Perspektive auf das Netzwerk, indem unser Blick von einer inter-organisationalen sowie individuellen hin zu einer Perspektive der Ad-hoc-Gruppierung von zeitlich begrenzter User Collaboration geändert wird. Die in diesem Kontext aufkommende Frage ist, wie es überhaupt Einheit in einer Welt geben kann, die zunehmend diversifiziert erscheint. Es scheint eine paradoxe Situation zu sein, dass durch soziale Produktion das Individuum an Bedeutung gewinnt, während der zunehmende Wert individueller Arbeit andererseits die gesamte, zusammenarbeitende Gruppe profitieren lässt. Thomas W. Malone und Robert J. Laubacher (The Dawn of the E-Lance Economy. Harvard Business Review; Sep/Oct1998, Vol. 76 Issue 5, pp. 144-152) haben in diesen Zusammenhang in ihrem Konzept einer E-Lance Economy unter vergleichbaren Bedingungen beobachtet:
“Indem sie die Weise ändern, wie Arbeit erledigt wird, mögen elektronische Netzwerke zu einer neuen Form der Wirtschaft führen, in der das Individuum im Mittelpunkt steht.”
In dem Moment, in dem das Individuum ins Zentrum des Interesses rückt, kommt die Frage auf, welche Bedeutung der Einzelne in inter-personaler Zusammenarbeit hat, da die zunehmend verwendeten Begriffe der derzeitigen Entwicklungen wie “Social Web” oder “Social Commerce” eine zunehmende Wichtigkeit der Sozialität vermuten lassen. In gleichem Maße paradox, scheinen Individualisierung und Sozialisierung der Kooperation gleichzeitig stattzufinden. Dabei spielen Netzwerke die entscheidende Rolle, indem sie die Qualität der Zusammenarbeit einzelner Individuen prägen, die zusammen handeln und gemeinsam Werte in Netzwerken schaffen.
























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