Die Analogie digitaler Netzwerke
Die Bedeutung elektronischer Netzwerke und der Informationstechnologie scheint offensichtlich zu sein, wo auch immer man hinsieht. Es muss jedoch die Frage gestellt werden, inwieweit dies substanziell die Art und Weise des Wirtschaftens heute und in Zukunft beeinflusst. Don Tapscott und Anthony D. Williams haben kürzlich ihr Buch “Wikinomics” (2006) veröffentlicht, um den Einfluss digitaler Mass Collaboration auf die Wirtschaft und Gesellschaft zu untersuchen und eine neue Weise der virtuellen Zusammenarbeit zu erarbeiten, die sie Wikinomics nennen.
“Wir sprechen über weitgehende Veränderungen in der Struktur und im Modus operandi eines Unternehmens und unserer Wirtschaft, die auf neuen, wettbewerblichen Prinzipien wie Offenheit, Peering, Sharing und globales Handeln beruhen.”
Durch die drastische Reduktion von Transaktionskosten hat das Internet in der Tat in hohem Maße die heutige Wirtschaft beeinflusst. Aber ist das Wiki-Prinzip wirklich der beste Weg für zukünftige Kooperationen, das zu den besten Ergebnissen führt wie James Surowiecki (2004) mit dem Verweis auf die “Weisheit der Massen” vorgeschlagen hat? Cass R. Sunstein hat kürzlich (Harvard Business Review, September 2006) anhand des Condercet Theorems gezeigt, dass die Massen nicht immer weise sein können. Es hängt eher von der öffentlich verfügbaren Information ab, ob die Meinung der Crowd zu richtig oder falsch konvergiert. Das Internet mag deshalb die technologische Infrastruktur bereitstellen und die Entwicklung neuer Wege der Kommunikation zwischen Individuen befördern, aber scheint nicht die Lösung für alle Probleme selbst zu verkörpern. Stattdessen scheint es auch selbst neue Probleme zu schaffen und möglicherweise auch Menschen irrezuführen, die sich allein auf die aggregierte Kompetenz der Massen verlassen.
























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