Threadless - die spielerische Geldmaschine
Der Erfolg der amerikanischen T-Shirt-Community Threadless ist eine der mit Abstand spannendsten Geschichten der Bewegung von Open Innovation. Threadless hat es geschafft, eine äußerst kreative und lebhafte Community um sich zu scharen, die ihnen so gut wie alle Arbeitsschritte und Risiken abnimmt. Das Geschäftsmodell ist ebenso simpel wie einleuchtend: Im Internet existieren tausende Designer, die einer möglichst großen Anzahl an Menschen ihre Kreationen zukommen lassen möchten. Threadless bietet nun eine Plattform für einen permanenten Design-Wettbewerb.
Designer haben die Möglichkeit, Entwürfe für T-Shirts auf Threadless zur Verfügung zu stellen. Die Community bewertet diese über einen bestimmten Zeitraum und die Entwürfe mit den meisten positiven Votings werden anschließend von Threadless produziert. Die Rechte gehen dabei auf Threadless über und der Designer erhält 2.000 Dollar. Um die Verdienste des Designers zu würdigen, wird zudem sein Name auf das Etikett auf der Innenseite des Shirts aufgedruckt. Die Anzahl der benötigten Shirts lässt sich auf Basis der Erfahrungswerte und in Korrelation zu den Votings recht gut abschätzen. Dementsprechend ist der Absatz gesichert und das Risiko für Threadless verhältnismäßig gering.
It’s the community stupid!
Threadless schafft es dabei so gut wie wenig andere Seiten, der eigenen Community immer das Gefühl zu geben, Teil des Projektes zu sein. So gibt es etliche Programme, die Kommunikation und Interaktion innerhalb der Community fördern. User, die sich etwa selbst in einem Threadless-Shirt fotografieren und anschließend dieses Foto veröffentlichen, bekommen Credits gutgeschrieben, für die sie ab einer bestimmten Anzahl wiederum Shirts erwerben können. Zusätzlich gibt es ein internes Affiliate-System, das Empfehlungen belohnt. Hierdurch wird die Identifikation mit Threadless gestärkt und das Interesse an weiteren Produkten erhöht. Der Umsatz des Unternehmens, das mittlerweile 20 Mitarbeiter beschäftigt, wird in diesem Jahr auf 18 Millionen Dollar geschätzt. Bei 6,5 Millionen verkauften Shirts und einer Umsatzrendite von etwa 35 Prozent, bleibt zudem ein ansehnlicher Gewinn. Wie sich Threadless angesichts der jüngst bekannt gewordenen Finanzierung durch Venture Capital zukünftig entwickelt, bleibt abzuwarten. Potenzial für weiteres Wachstum besteht jedenfalls auch in Zukunft.
























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